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Blog
15 min read
Juli 03, 2024

Warum 2FA und SSO für die Sicherheitsstrategie Ihrer Marke unverzichtbar sind

Unternehmen sind heute einer ständig wachsenden Bedrohung durch Cyberangriffe ausgesetzt. Diese beschränken sich längst nicht mehr auf einfache Phishing-E-Mails oder Brute-Force-Angriffe: Angreifer nutzen inzwischen fortschrittliche Methoden wie Social Engineering, die Ausnutzung von Zero-Day-Schwachstellen und sogar Large Language Models (LLMs), um äußerst überzeugende und personalisierte Phishing-Versuche zu erstellen. Diese ausgefeilten Tools imitieren menschliches Verhalten und menschliche Sprache so gut, dass selbst die vorsichtigsten Mitarbeitenden getäuscht werden können, was die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Angriffs erhöht.

Stellen Sie sich vor, ein Mitarbeiter eines großen Konzerns erhält eine scheinbar legitime E-Mail seiner IT-Abteilung. Sie enthält einen Link zu einer vertraut wirkenden Anmeldeseite und fordert ihn auf, wegen eines System-Updates seine Zugangsdaten zu bestätigen. Der Mitarbeiter hält das für eine Routineanfrage und gibt Benutzernamen und Passwort ein. Ohne es zu ahnen, hat er damit einem Cyberkriminellen Zugriff auf die sensiblen Daten des Unternehmens verschafft.

Viele Unternehmen konzentrieren sich darauf, ihre internen Systeme abzusichern, um solche Angriffe zu verhindern. Genauso wichtig ist es aber, auch die Drittanbieter-Tools zu schützen, die fest in die Geschäftsabläufe eingebunden sind. Weil Unternehmen im Alltag immer stärker auf diese Tools angewiesen sind, haben sie oft Zugriff auf sensible Daten und kritische Geschäftsfunktionen und sind damit attraktive Ziele für Cyberkriminelle. Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) und Single Sign-on (SSO) sind entscheidend, um diese Tools zu schützen. 2FA fügt eine zusätzliche Sicherheitsebene hinzu, indem neben dem Passwort eine zweite Verifizierung verlangt wird, während SSO die Anmeldung vereinfacht und die Sicherheit durch eine zentrale Authentifizierung stärkt.

In diesem Artikel erfahren Sie, warum 2FA und SSO so wichtig sind, warum Unternehmen sie jetzt einführen sollten und wie diese Maßnahmen den Ruf Ihrer Marke schützen.

Begleitbild: 2FA und SSO: Warum sie in Ihre Sicherheitsstrategie gehören

2FA verstehen

Was ist 2FA?

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) ist ein Sicherheitsverfahren, bei dem Nutzer zwei verschiedene Authentifizierungsfaktoren angeben müssen, um ihre Identität nachzuweisen. In der Regel ist das etwas, das der Nutzer weiß (ein Passwort), und etwas, das er besitzt (ein Mobilgerät, ein gesichertes E-Mail-Konto oder ein Hardware-Token).

Ein zentraler Vorteil von 2FA: Kompromittierte Passwörter verlieren ihre Wirkung. Selbst wenn ein Passwort gehackt, erraten oder per Phishing abgegriffen wird, reicht es ohne den zweiten Faktor nicht für den Zugriff aus. Diese zusätzliche Ebene erhöht die Sicherheit erheblich.

Ein Beispiel ist ein großer Gesundheitskonzern, der einen schweren Datenvorfall erlitt, weil auf einem kritischen Server keine MFA eingerichtet war. Dabei wurden sensible Gesundheitsdaten von Millionen Menschen offengelegt. Mit 2FA hätten der unbefugte Zugriff und das daraus folgende Datenleck verhindert werden können.

Wie funktioniert 2FA?

Bei der Anmeldung in einer Anwendung geben Nutzer zunächst Benutzernamen und Passwort ein. Sobald diese Angaben bestätigt sind, ist eine zweite Form der Authentifizierung erforderlich, etwa ein Code auf dem Mobilgerät, ein Fingerabdruck oder eine Gesichtserkennung.

Dieser zweite Schritt senkt das Risiko eines unbefugten Zugriffs deutlich: Selbst wenn jemand Ihr Passwort erlangt, kann er ohne die zusätzliche Verifizierung nicht auf Ihr Konto zugreifen. Wenn Unternehmen diesen Schritt für jede eingesetzte Software vorschreiben, verbessern sie ihre Sicherheitslage erheblich, schützen sensible Daten und verringern das Risiko von Datenvorfällen. Mehr dazu, warum 2FA so wichtig ist, finden Sie im Leitfaden der Boston University zum Einsatz von 2FA.

SSO verstehen

Was ist SSO?

Single Sign-on (SSO) ist ein Authentifizierungsverfahren, mit dem Nutzer mit nur einem Satz Zugangsdaten auf mehrere Anwendungen zugreifen können. Nach der Anmeldung in einer Anwendung haben sie nahtlos Zugriff auf weitere integrierte Anwendungen, ohne sich erneut anzumelden. Nutzer müssen sich nur einen Satz Zugangsdaten merken. Das erleichtert die Passwortverwaltung und verringert die Passwortmüdigkeit, die zu schwachen oder mehrfach verwendeten Passwörtern führen kann.

SSO zentralisiert außerdem die Authentifizierung, sodass IT-Abteilungen strenge Passwortrichtlinien durchsetzen und den Zugriff auf verschiedene Anwendungen von einer zentralen Stelle aus steuern können. Das vereinfacht das Onboarding und Offboarding und stellt sicher, dass Mitarbeitende genau die Zugriffsrechte auf die Tools erhalten, die sie brauchen.

Wie funktioniert SSO?

SSO nutzt das Protokoll Security Assertion Markup Language (SAML), um Authentifizierungs- und Autorisierungsdaten sicher zwischen einem Identitätsanbieter (IdP) und Dienstanbietern auszutauschen. Der Nutzer meldet sich zuerst beim Identitätsanbieter an, etwa Okta oder OneLogin, der seine Identität bestätigt und ein Authentifizierungstoken erzeugt. Mit diesem sicheren Token erhält der Nutzer dann Zugriff auf freigegebene Anwendungen Ihrer integrierten Dienste.

Mit SSO bieten Unternehmen ihren Nutzern eine bequemere und sicherere Anmeldung. Das steigert die Produktivität und erhöht die Sicherheit, weil weniger Passwörter verwaltet und überwacht werden müssen. Zudem senkt SSO die IT-Supportkosten für das Zurücksetzen und Verwalten von Passwörtern deutlich. Eine ausführliche Anleitung zur Einrichtung von SSO finden Sie im SSO-Self-Service-Leitfaden von Emplifi.

Warum Ihre Drittanbieter-Tools 2FA oder SSO brauchen

Cyberangriffe zielen zunehmend auf Schwachstellen bei der MFA. Push-basierte Angriffe, bei denen Nutzer mit Authentifizierungsanfragen bombardiert werden, bis sie versehentlich eine bestätigen, sind immer häufiger. Auch die Zunahme ausgefeilter Phishing-Angriffe und von Credential-Stuffing-Vorfällen zeigt, wie dringend robuste Authentifizierungsmechanismen gebraucht werden. Laut einer Untersuchung von Cisco Talos akzeptierten Nutzer in 25 % der Einsätze betrügerische MFA-Push-Benachrichtigungen, und 21 % der Vorfälle gingen auf eine mangelhafte MFA-Implementierung zurück.

Die Kosten eines Datenvorfalls können astronomisch sein, nicht nur finanziell, sondern auch durch verlorenes Kundenvertrauen und einen beschädigten Markenruf. Kunden erwarten, dass ihre Daten sicher sind, und jedes Versagen in diesem Bereich kann viel Vertrauen und Loyalität kosten.

Drittanbieter-Tools können eine Schwachstelle sein, wenn sie nicht richtig geschützt sind. Mit 2FA und SSO für diese Tools stellen Sie sicher, dass nur berechtigte Nutzer auf sensible Informationen oder Systeme zugreifen, und senken das Risiko von Datenvorfällen erheblich. Bei Emplifi müssen alle Nutzer entweder 2FA oder SSO aktivieren, um auf unsere Plattform zuzugreifen. Mit den Lösungen von Emplifi können Sie sicher sein, dass Ihre Unternehmens- und Kundendaten nach den neuesten Sicherheitsstandards geschützt sind.

So führen Sie 2FA und SSO ein

  1. Bewerten Sie Ihre aktuellen Systeme: Prüfen Sie, welche Drittanbieter-Tools im Einsatz sind und wie sie derzeit geschützt sind.
  2. Wählen Sie zuverlässige Anbieter: Entscheiden Sie sich für 2FA- und SSO-Anbieter, die mit Ihren bestehenden Systemen kompatibel sind, etwa Google Authenticator für 2FA sowie Okta oder OneLogin für SSO.
  3. Erstellen Sie einen Einführungsplan: Legen Sie Schritt für Schritt fest, wie 2FA und SSO integriert werden, einschließlich Zeitplan und Zuständigkeiten.
  4. Schulen Sie Ihre Mitarbeitenden: Sorgen Sie dafür, dass 100 % der Nutzer die Bedeutung verstehen und die neuen Authentifizierungsverfahren anwenden.
  5. Überwachen und anpassen: Überprüfen Sie regelmäßig die Wirksamkeit Ihrer 2FA- und SSO-Implementierung und nehmen Sie bei Bedarf Anpassungen vor.

Weitere Tipps finden Sie bei Microsoft zur Bedeutung der Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Fazit

Die Einführung von 2FA und SSO ist entscheidend, um sowohl interne Systeme als auch Drittanbieter-Tools abzusichern. Diese Maßnahmen schützen sensible Daten, erhalten das Vertrauen Ihrer Kunden und bewahren den Ruf Ihrer Marke.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Emplifi Ihr Unternehmen schützt, wenden Sie sich an unser Support-Team oder besuchen Sie unsere Demo-Seite, um einen Termin mit einem Mitglied unseres Teams zu vereinbaren.

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