Mit Social-Media-Gewinnspielen Engagement für die eigene Marke zu erzeugen, gehört zu den bewährtesten Methoden, die Marketern zur Verfügung stehen.
Das Prinzip: Gewinnspiele, die dritthäufigste Art von Social-Media-Posts, verbinden den natürlichen Wettbewerbsgeist der Zielgruppe mit einem attraktiven Angebot. Das Ergebnis? Eine engagiertere Zielgruppe.
Hier steht alles, was für ein möglichst erfolgreiches Social-Media-Gewinnspiel einer Marke wichtig ist.
Social-Media-Gewinnspiele sind interaktive Kampagnen auf Plattformen wie Instagram und TikTok, bei denen Teilnehmende in der Regel bestimmte Aufgaben oder Challenges erfüllen, um Preise zu gewinnen. Diese Aufgaben können so einfach sein wie das Markieren einer Freundin oder eines Freundes in den Kommentaren oder so anspruchsvoll wie der Entwurf eines neuen Markenmaskottchens.
Social-Media-Gewinnspiele motivieren Nutzer, auf unterhaltsame Weise mit einer Marke zu interagieren, und sorgen bei den Teilnehmenden für Spannung und guten, altmodischen Wettbewerbsgeist.
Marketer können Social-Media-Gewinnspiele strategisch einsetzen, um das Nutzer-Engagement zu steigern und ein Gemeinschaftsgefühl rund um ihre Marke zu fördern.
Sind Social-Media-Gewinnspiele ein wirksames Instrument für das Markenmarketing? Rechtfertigen die Zugewinne an Sichtbarkeit und Engagement die (manchmal enormen) Ausgaben?
Ein erfolgreiches Beispiel: Die Kampagne #improvisewithJUKE von Nissan zeigt, wie Marken mit Social-Media-Gewinnspielen wirkungsvollen User-Generated Content (UGC) erzeugen können.
Die auf TikTok gestartete Kampagne lud Nutzer ein, kreative Voiceovers für den TV-Spot des Nissan JUKE zu erstellen und ihre Videos mit dem Hashtag zu teilen. Die originellsten Beiträge wurden in den offiziellen Werbespot aufgenommen, was den Teilnehmenden eine einmalige Chance auf Anerkennung bot.
Innerhalb von zwei Monaten sammelte das Gewinnspiel mehr als 34.000 eingereichte Videos und 140,6 Millionen Aufrufe und steigerte die Markenbekanntheit von Nissan Australien um 92 %. Durch die Nutzung der interaktiven Funktionen von TikTok und die Zusammenarbeit mit Influencern gelang es Nissan, eine jüngere Zielgruppe zu begeistern und sie zu Mitgestaltern von Markeninhalten zu machen.
Mit Social-Media-Gewinnspielen lässt sich mit der Zielgruppe interagieren und sie vergrößern. Außerdem sehen es Menschen gern, wenn Marken ihren treuen Followern etwas zurückgeben, und das berührt emotional.
Das sind einige der Vorteile, die Social-Media-Gewinnspiele Marken bieten:
Social-Media-Gewinnspiele lassen Marken wachsen, weil sie organisches Engagement fördern und echtes Interesse an Produkten oder Dienstleistungen wecken. Sie müssen nicht kompliziert sein, um zu wirken. Im nächsten Abschnitt stellen wir die Arten von Social-Media-Gewinnspielen vor, die sich für Marken eignen.
Es gibt verschiedene Arten von Gewinnspielen und Verlosungen, mit denen sich die Zielgruppe aktivieren lässt. Jede Art hat eigene Vorteile und lässt sich an die Ziele der Marke anpassen.
Das sind einige gängige Arten von Social-Media-Gewinnspielen:
Wer die passende Art von Gewinnspiel für die eigene Marke wählt, kann das Engagement maximieren und der Zielgruppe ein unvergessliches Erlebnis bieten.
Nachdem klar ist, was Social-Media-Gewinnspiele bringen können, geht es nun darum, wie ein erfolgreiches Gewinnspiel startet. Mit den folgenden Schritten gelingt ein Gewinnspiel auf jeder Social-Media-Plattform.
Vor der Planung sollten klare Ziele stehen. Was soll das Gewinnspiel erreichen? Mehr Markenbekanntheit, mehr Traffic oder neue Follower? Messbare Ziele helfen, den Erfolg des Gewinnspiels zu verfolgen und bei Bedarf nachzusteuern.
Mehrere Ziele sind möglich, aber jedes sollte spezifisch, messbar, erreichbar, realistisch und terminiert sein (auf Englisch SMART). Statt „mehr Follower gewinnen“ lautet das Ziel zum Beispiel, bis zum Ende des Gewinnspiels 500 neue Follower zu gewinnen. So gibt es eine konkrete Zahl, die sich anpeilen und deren Fortschritt sich verfolgen lässt.
Die Ziele bestimmen die Key Performance Indicators (KPIs). Geht es um mehr Markenbekanntheit, werden Impressionen, Reichweite und die Nutzung des Gewinnspiel-Hashtags gemessen. Geht es um mehr Engagement der bestehenden Zielgruppe, zählen vor allem die Zahl der Teilnahmen, Kommentare, Shares und Likes.
Nicht zu viele Dinge gleichzeitig messen. Besser einige zentrale Kennzahlen wählen, die zu den übergeordneten Zielen passen, und sie während des gesamten Gewinnspiels konsequent verfolgen.
Auf welcher Plattform oder welchen Plattformen das Gewinnspiel stattfindet, sollte von den Social-Media-Vorlieben der Zielgruppe abhängen. Soll etwa die Markenbekanntheit bei Millennials oder der Gen Z steigen, sind Instagram oder TikTok vermutlich die beste Wahl.
Doch eine Zielgruppe lässt sich auf mehr Arten einteilen als nach Generationen. Wie lässt sich genau herausfinden, welche Social-Media-Vorlieben die Zielgruppe hat? Hier kommen Social-Listening-Tools ins Spiel. Neben Engagement-Raten und Reichweite auf jedem Kanal lohnt es sich, auch Erwähnungen der Marke und branchenbezogene Hashtags zu verfolgen, um den besten Kanal für die Kunden zu ermitteln. Außerdem zählen die jeweiligen Stärken der einzelnen Plattformen.
Instagram und TikTok eignen sich zum Beispiel dank ihres visuellen Fokus hervorragend für das Sammeln von UGC. Fordert das Gewinnspiel Fans dazu auf, ein Foto mit dem Produkt oder bei einer passenden Aktivität zu posten, entstehen dort wahrscheinlich die hochwertigsten Fotos und Videos. Ein weiterer Vorteil: Authentische Kundeninhalte für künftiges Social-Media- und visuelles Markenmarketing bleiben in der Hinterhand, lange nachdem das Gewinnspiel beendet ist.
Ein gutes Beispiel ist der Haustier-Fotowettbewerb von Kimpton Hotels. Die haustierfreundliche Boutique-Hotelkette rief Nutzer dazu auf, Urlaubsfotos ihrer Haustiere zu posten, um einen kostenlosen Aufenthalt mit ihren vierbeinigen Begleitern zu gewinnen. Das Gewinnspiel war enorm beliebt und brachte der Marke jede Menge UGC und Sympathie.
Die Wahl der Preise ist entscheidend für den Erfolg von Social-Media-Gewinnspielen. Die Preise müssen attraktiv genug sein, damit die Leute das Gewinnspiel ernst nehmen, aber nicht so teuer, dass sich die Investition nicht mehr lohnt.
Wichtig ist, dass der Preis zum Geschäft passt. Verlost eine Tierhandlung ein iPad, zieht sie womöglich nur Menschen an, die sich für iPads interessieren, und nicht unbedingt solche, die sich für ihre Tierprodukte interessieren. Kleinere Marken oder Marken ohne Mittel für einen großen Preis können Sonderrabatte oder kostenlose Proben anbieten, um zur Teilnahme zu motivieren.
Das sind einige angesagte Preisideen für Social-Media-Gewinnspiele:
Da sich digitale Erlebnisse ständig weiterentwickeln, kommen auch diese Preise infrage:
Bei der Budgetplanung für Preise zählt Folgendes:
Wichtig: Der wahrgenommene Wert des Preises ist für die Zielgruppe oft wichtiger als seine tatsächlichen Kosten. Die besten Ergebnisse bringen Preise, die zur Marke passen und die Zielgruppe begeistern.
Die Regeln des Gewinnspiels sollten sich nach dem Ziel der Kampagne richten. Soll zum Beispiel die Zielgruppe der Marke wachsen, folgen Teilnehmende für eine Gewinnchance dem Account der Marke.
Sollen das Community-Engagement und gleichzeitig die Reichweite der Marke steigen, teilen Kunden ihre Erfahrungen mit dem Produkt. So wird die Marke bei deren Followern bekannter, Fans fühlen sich gehört und mit der Marke verbunden, und es entsteht UGC für künftige Social-Media-Kampagnen.
Das richtige Analytics-Tool ist unverzichtbar, um Beiträge mit dem eigenen Gewinnspiel-Hashtag zu erfassen und Erwähnungen des Accounts zu verfolgen. Wer diesen Prozess automatisiert, spart viel Zeit, sobald das Gewinnspiel läuft.
Da jede Social-Media-Plattform eigene Richtlinien für Aktionen und Gewinnspiele hat, lohnt es sich, sich zuerst zu informieren und die Richtlinien der gewählten Plattform oder Plattformen zu lesen.
Hier stehen die Regeln der einzelnen Plattformen für Gewinnspiele:
Gesetze zu Gewinnspielen, auch in Social Media, unterscheiden sich von Land zu Land und sogar von Bundesstaat zu Bundesstaat.
In den USA ist es privaten Organisationen zum Beispiel verboten, eine Lotterie zu veranstalten. Laut US Legal besteht eine Lotterie aus drei Elementen: Zahlung, Zufall und Preisen. Wer verlangt, dass jemand etwas bei ihm kauft (Zahlung), um die Chance (Zufall) auf eine Reise nach Hawaii (Preis) zu erhalten, könnte für die Veranstaltung einer illegalen Lotterie haftbar gemacht werden.
Schließt das Social-Media-Gewinnspiel Teilnehmende aus den USA ein, sollte Folgendes geprüft werden, um keine Vorschriften oder Gesetze zu verletzen:
Diese Abschnitte gehören in die Teilnahmebedingungen:
Am besten werden die Regeln so umfassend wie möglich formuliert, um Unvorhergesehenes abzudecken und das rechtliche Risiko zu verringern.
Die Teilnahmebedingungen gehören auf die eigene Website, und das Lesen der Regeln sollte Voraussetzung für die Teilnahme sein.
Das Gewinnspiel wird auf der Plattform beworben, auf der es stattfinden soll. Relevante Hashtags erhöhen die Auffindbarkeit, ein eigener Hashtag hilft, die Beiträge zu verfolgen. Die Kampagne lässt sich auch auf mehreren Plattformen bewerben, selbst wenn Beiträge nur auf einer angenommen werden.
KFC Singapur führte eine Kampagne namens #UnboringMorning durch, um sein Frühstücksangebot zu bewerben. Das Gewinnspiel forderte Nutzer auf, ihre ungewöhnlichen Morgenroutinen auf Instagram und Facebook zu teilen, um Preise zu gewinnen. Durch die Nutzung mehrerer Plattformen steigerte KFC das Engagement und erreichte ein breiteres Publikum. Außerdem arbeitete die Marke mit lokalen Influencern zusammen, um die Kampagne zu verstärken und kanalübergreifend für Aufmerksamkeit zu sorgen.
Es lohnt sich sogar, nach Gruppen zu suchen, in denen Social-Media-Gewinnspiele beworben werden dürfen. Auf Facebook gibt es zum Beispiel öffentliche Gruppen speziell dafür. Wer bereits eine Mailingliste hat, informiert die Abonnenten per E-Mail über das Gewinnspiel.
Das Gewinnspiel lässt sich in Social Media als Teil der regulären Content-Strategie bewerben, gemischt mit weniger werblichen Posts. Dabei gilt: Follower sehen Posts von Marken, die sie mögen, in der Regel gern: Fast die Hälfte der häufigen Social-Media-Nutzer möchte mindestens einmal täglich Markenposts sehen.
Auch Kooperationen mit Influencern oder bezahlte Anzeigen können das Gewinnspiel bewerben. Die Ausgaben können sich durch mehr Engagement und neue Follower durchaus lohnen.
Sobald das Gewinnspiel läuft, sollte das Engagement mit einem Social-Listening-Tool wie Emplifi beobachtet werden. Die gewonnenen Erkenntnisse helfen auch, das Gewinnspiel weiter zu bewerben.
Möglich sind zum Beispiel Retargeting-Kampagnen für Personen, die die Landingpage des Gewinnspiels besucht haben. Oder die gewonnenen Erkenntnisse zur Demografie der Kunden fließen in eine bezahlte Werbekampagne ein.
Sobald ein Gewinner feststeht, wird er auf der Plattform bekanntgegeben, auf der das Gewinnspiel stattgefunden hat. Auch Abonnenten der Mailingliste, die teilgenommen haben, können eine E-Mail erhalten. Eine gute Gelegenheit, sich für die Teilnahme zu bedanken und über den Preis des Gewinners Inhalte zu teilen, vor allem wenn es sich um ein Erlebnis rund um die Marke handelt, etwa eine Reise oder ein kostenloses Produkt.
Das Gewinnspiel hat für Aufmerksamkeit gesorgt, aber hat es auch echten geschäftlichen Mehrwert gebracht? Zunächst den direkten ROI über Verkäufe, Anmeldungen und Leadgenerierung mithilfe von UTM-Parametern und Analytics-Tools verfolgen.
Für die langfristige Wirkung lohnt der Blick über unmittelbare Kennzahlen hinaus. Die Markenbekanntheit lässt sich mit Social-Listening-Tools verfolgen, ebenso Veränderungen in der Stimmung der Zielgruppe. Und neue Follower verdienen Aufmerksamkeit: Studien zeigen, dass
34 % der neuen Follower über Gewinnspiele kommen.
Die Inhalte des Gewinnspiels können mehr leisten: Aus den Beiträgen der Nutzer wird Marketing-Gold. Etwa mit Galerien der Gewinnerbeiträge auf der Website, herausragenden Einsendungen in E-Mail-Kampagnen oder Inhalten der Teilnehmenden in bezahlter Werbung.
Auch die plattformspezifischen Kennzahlen zählen. Mit den Updates vom April 2025 hat Instagram geändert, wie die Verbreitung von Inhalten gemessen wird. Neben den klassischen Engagement-Raten verdient daher die neue Kennzahl „Aufrufe“ Beachtung. Ein monatlicher Review-Zyklus zeigt, welche Gewinnspielformate die wertvollsten Nutzerinhalte hervorbringen, damit sich die Strategie entsprechend anpassen lässt.
Die Wahl des Preises kann über Erfolg oder Misserfolg des Gewinnspiels entscheiden. Ein gut durchdachter Preis zieht nicht nur Aufmerksamkeit auf sich, sondern passt auch zu den Markenbotschaften und Zielen.
Diese Preise kommen infrage:
Ob einfache Geschenkkarte oder einmaliges Erlebnis: Jede Art von Preis kann wirkungsvolle Ergebnisse erzielen.
Social-Media-Gewinnspiele sind mehr als ein vorübergehender Trend: Sie öffnen die Tür zu tieferen Verbindungen mit der Zielgruppe.
Die Social-Media-Landschaft verändert sich ständig, und Stillstand ist keine Option. Wenn Plattformen sich weiterentwickeln, sich das Nutzerverhalten wandelt und neue Funktionen hinzukommen, sollte sich die Gewinnspielstrategie entsprechend anpassen.
Einige Ansätze kommen jedoch nie aus der Mode. Trends im Blick behalten, aber ruhig eigene Wege gehen. Wer mit kreativen Preisen, die die Zielgruppe wirklich ansprechen, um die Ecke denkt, hat grenzenlose Möglichkeiten. Der erste Schritt: noch heute ein Social-Media-Gewinnspiel planen, das inspiriert und begeistert wie nie zuvor.
Emplifi steigert die Effizienz, erhöht den Umsatz und skaliert Social-Media-Aktivitäten – egal, ob für ein kleines Team oder ein komplexes Produkt. Wie das gelingt, zeigt ein persönliches Gespräch.
Wir sind als Marktführer in den Bereichen Innovation, Kundensupport und Benutzerfreundlichkeit anerkannt.