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15 min read
Jan. 30, 2024

Der Leitfaden zur Video-Engagement-Strategie für Social-Media-Marketer

Wer heutige Verbraucher erreichen will, braucht Videoinhalte. Die Social-Media-Strategie ist damit die Bühne (und gelegentlich der Spielplatz), auf der sich jede Zielgruppe mit ansprechenden Videos informieren, beeinflussen oder inspirieren lässt.

Wo anfangen? Zunächst gilt es, weiter zu denken, als nach einem tanzfreudigen Gen-Z-Mitarbeiter zu suchen oder in Panik zu geraten, weil aus dem ohnehin knappen Marketingbudget eine größere Produktionsinvestition gestemmt werden muss. Wer zuerst daran gedacht hat, sollte Wissen und Sicht auf Social-Media-Videos neu ausrichten.

Sehen wir uns an, wie eine Social-Media-Videostrategie entsteht, die für die eigene Marke funktioniert, und welche Möglichkeiten es gibt, mit Video das Kundenengagement und den Social Proof entlang der gesamten Customer Journey zu stärken.

Warum braucht meine Marke eine Social-Media-Videostrategie?

Eine Social-Media-Videostrategie ist ein Aktionsplan, um die eigene Marke oder die eigenen Produkte über Videos auf verschiedenen Social-Media-Plattformen zu bewerben. Außerdem ist sie ein Rahmen, um Videoinhalte zu testen, weiterzuentwickeln und zu verstärken, die bei den gewünschten Zielgruppen funktionieren.

Heutige Verbraucher sind mit digitalen Inhalten übersättigt. Und doch scheinen sie jedes Jahr mehr davon aufzunehmen. Laut Statista haben Erwachsene in den USA (ab 18 Jahren) 2023 im Durchschnitt 503 Minuten digitale Medien pro Tag konsumiert, ein Anstieg um 175 % in den vergangenen 10 Jahren.

Wir alle verbringen viel Zeit auf digitalen Kanälen, und ein guter Teil dieser Aufmerksamkeit gilt Social Media. TikTok sicherte sich 2023 mit 53,8 Minuten pro Tag den Löwenanteil der täglichen Nutzung, dicht gefolgt von YouTube (das sich selbst nicht als sozialen Kanal versteht) mit 48,7 Minuten täglich bei derselben Zielgruppe erwachsener US-Amerikaner.

Wenn eine Marke überlegt, wie sie Social-Media-Videos einsetzt, steht sie vor folgender Situation: stetig wachsender Konsum digitaler Inhalte und mehr Wettbewerb um die Aufmerksamkeit jedes einzelnen Verbrauchers. Es wird schwer, mit Netflix, dem neuesten True-Crime-Podcast und dem jüngsten Video von Neil the Seal auf TikTok mitzuhalten.

Einfach eine beliebige Social-App auf dem Smartphone öffnen, scrollen und zählen, wie viele statische Bilder und wie viele Videos zu sehen sind. In diesem Meer an Aktivität will jede Marke mühelos herausstechen, und dafür braucht es einen Plan.

2 Punkte, die bei der Social-Media-Videostrategie zu beachten sind

Natürlich sollte jede Marketingaktivität mit einer übergeordneten Strategie, Zielen, Taktiken und einem Messplan einhergehen. Social-Media-Videos unterscheiden sich in zwei Punkten: Ressourcenverteilung und Aufmerksamkeitsspanne. Jede Marketingaktivität hat mit diesen Herausforderungen zu tun, aber nicht ganz in der Form, wie eine Videostrategie sie bewältigen muss.

1. Ressourcenverteilung

Nicht jedes Video muss eine große Produktion sein. Und wie wir später sehen werden, gibt es viele Möglichkeiten, ansprechende Videoinhalte für den Plan zu teilen und zu beschaffen. Doch es wird nie bei einem einzigen Video bleiben, ob mit einer Agentur, einer Videoproduktionsplattform oder einem eigenen internen Team gearbeitet wird oder der Social-Media-Manager das Schneiden nebenbei lernt.

Der Produktionsprozess kann schnell wachsen: Skripte schreiben oder aufnehmen, schneiden und abstimmen und das Video für kanalspezifische Anforderungen wie Seitenverhältnis und Länge optimieren. Videoprojekte können die internen Teams wirklich einbinden oder zusammenbringen, weil sie alle klassischen Schritte von der Idee bis zur Umsetzung umfassen.

Das gehört bei der Erstellung des Plans in den Hinterkopf. Es gibt Optionen für eine vereinfachte Umsetzung und eine skalierte Produktion, doch Video erfordert meist mehr Schritte und Ressourcen als klassische Marketingtaktiken. Zudem unterstützt Video häufig auch die Ziele interner Partner, sodass sich dieses Thema gemeinsam angehen lässt.

2. Aufmerksamkeitsspanne

Die großartigen Videos sind also erstellt und bereit für den Start auf den organischen Social-Media-Kanälen. Doch Moment, niemand scheint sie anzusehen. Was wurde vergessen?

Es kann wirklich alles Mögliche sein, und wie wir später sehen werden, verlangen manche Dinge eine schnelle Reaktion, während andere eine längere Analyse wert sind. Video ist eindeutig ein Medium, bei dem die Aufmerksamkeit der Zielgruppe schnell gewonnen werden muss.

Das heißt nicht, dass jedes Video kürzer als 15 Sekunden sein oder auf Viralität abzielen sollte. Unsere Daten zeigen, dass Marken ihre Videoinhalte diversifizieren sollten und lange wie kurze Formate einsetzen sollten, um das Engagement zu steigern. Viele Marken erzielen mit längeren Videos von 26 bis 90 Sekunden ein besseres Engagement.

Um die Aufmerksamkeitsspanne in der Social-Media-Videostrategie zu berücksichtigen, heißt es: ausprobieren, daraus lernen und die Erkenntnisse in den Plan einfließen lassen. Ein Video ist der Beginn eines Gesprächs, doch um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu halten, muss dieses Gespräch mit einem vielfältigen Mix an Videoinhalten weitergehen.

Der Plan kann kurze, lange und Live-Videos vorsehen. Bei der Bewertung der Performance steht immer zuerst die Frage, ob etwas entstanden ist, das die Aufmerksamkeit der Zielgruppe verdient.

Welche Arten von Social-Media-Videos gibt es?

Mit diesen Videoarten wird die Content-Strategie auf Social Media lebendig. Die Kanalstrategie und die erwartete Aktion der Zielgruppe sollten bestimmen, welche Videoarten zum Einsatz kommen. Es lohnt sich jedoch, im Plan verschiedene Taktiken auszuprobieren. Hier jede Videoart, ihre Stärken und wie sie sich für Social-Media-Engagement oder andere gewünschte Ergebnisse nutzen lässt.

Videobeiträge

Sie sind das A und O des Video-Engagements. Es handelt sich um vorab aufgezeichnete Videos, die auf Social-Media-Plattformen geteilt werden. Länge und Stil variieren, von kurzen, knackigen Clips bis zu längeren, tiefergehenden Inhalten.

Videobeiträge dienen vielen Zwecken, von der Produktpräsentation bis zum Storytelling. Sie haben einen besonderen Vorteil gegenüber statischen Inhalten: Sie können Aufmerksamkeit wecken, eine wichtige Aussage schnell vermitteln oder ein Konzept einfach auf ansprechende Weise lebendig machen.

Live-Video

Livestreaming bietet Zielgruppen Videoinhalte in Echtzeit. Dieses Format ist beliebt für Events, Q&A-Sessions, Blicke hinter die Kulissen und die direkte Interaktion mit Zuschauern. Live-Videos auf Plattformen wie Facebook, Instagram und YouTube ermöglichen es Marken, unmittelbarer und authentischer mit ihrer Zielgruppe in Kontakt zu treten.

Facebook-Interaktionen mit Beiträgen weltweit nach Format: Live-Videos liegen vorn, gefolgt von Karussells und Reels

Live-Videos auf Facebook können beispielsweise viermal so viele Interaktionen erzielen wie ein klassischer Videobeitrag, wie ein Emplifi-Report von 2023 zeigt. Allerdings erfordert dieses Tool einiges an Organisation und Vorbereitung, bevor eine Marke es einsetzt. Der Ansatz will also sorgfältig organisiert sein.

GIFs

GIFs sind zwar kein klassisches Videoformat, aber kurze, sich wiederholende Clips, oft ohne Ton, die Emotionen und Reaktionen vermitteln oder Momente hervorheben können. Sie sind auf Social-Media-Plattformen weit verbreitet, weil sie schnell Aufmerksamkeit erregen und eine Reaktion auslösen. Damit bieten sie eine weitere Möglichkeit, die Stärken von Videoinhalten zu nutzen, ohne die volle Aufmerksamkeit des Zuschauers oder den üblichen Aufwand einer Videoproduktion zu erfordern.

GIFs eignen sich gut, um Ton oder Botschaft in einem Social-Media-Beitrag schnell zu vermitteln. Sie sind sowohl eine Quelle für Spaß als auch eine Option, um schnelle, wirkungsvolle visuelle Aussagen zu treffen, die ein statisches Bild nicht vermitteln könnte.

Storys

Storys wurden durch Snapchat populär und später von Instagram, Facebook und anderen übernommen. Es sind kurze Videoclips oder Bilder, die nach 24 Std. verschwinden. Sie werden oft für lockere, spontane Inhalte genutzt und können interaktive Elemente wie Umfragen und Fragen enthalten. Storys sind nicht zwingend Videos, doch diese Mischung aus Kanal und Inhalt gehört in die Planung der Aktivierung.

Instagram Reels und TikTok-Videos

Das sind kurze Videos, die vor allem wegen ihrer unterhaltsamen und kreativen Inhalte beliebt sind. Reels auf Instagram und Videos auf TikTok enthalten oft Musik, Filter und andere kreative Effekte und sind deshalb für ein jüngeres Publikum besonders ansprechend.

Es ist sehr üblich, TikTok-Videos als Reel zu teilen. Das ist sinnvoll, denn das Kurzvideo-Tool von Instagram dominiert alle anderen Social-Media-Inhalte mit der sechsfachen Reichweite von Storys und 55 % mehr Interaktionen als Beiträge mit einem einzelnen Bild.

Videoaufrufe weltweit: Instagram Reels liegt bei kurzen, mittellangen und langen Videos vor TikTok

Immersive Videos

Optionen wie 360-Grad-Videos und Virtual Reality sind als mögliche Touchpoints für die Marke im Blick zu behalten. Bei diesen immersiven Videoformaten steuern Zuschauer ihre Perspektive selbst und erleben so mehr Interaktivität. Sie eignen sich besonders für virtuelle Rundgänge oder die Präsentation von Umgebungen. Auch wenn ihr Einsatz mehr Infrastruktur erfordert, bieten immersive Videos der Zielgruppe ein überzeugendes und einzigartiges Erlebnis.

Videoanzeigen

Das sind bezahlte Videoinhalte, die für Werbung auf sozialen Kanälen konzipiert sind. Sie können in verschiedenen Formaten erscheinen, etwa als Pre-Roll-Anzeigen auf YouTube, als gesponserte Beiträge auf Social-Media-Plattformen oder als Teil einer Story-Sequenz.

Jede dieser Arten von Social-Media-Videoinhalten erfüllt unterschiedliche Zwecke und kann je nach Zielgruppe, Plattform oder gewünschter Aktion in verschiedenen Kontexten wirkungsvoll sein.

Wer verschiedene Arten von Videoinhalten in der Strategie kombiniert, bietet der Zielgruppe ein abwechslungsreiches und ansprechendes Erlebnis, und sehr wahrscheinlich kann jede Art bei einem Social-Video-Launch eine Rolle spielen:

  1. Die Marke bringt ein neues Produkt mit einem Video in einem Instagram-Beitrag auf den Markt.
  2. Ein Social-Media-Konto der Marke teasert eine kürzere Version des Produktvideos in den Storys an.
  3. Reels mit Ausschnitten aus den längeren Videobeiträgen werden erstellt und geteilt.
  4. Aus wichtigen Momenten, die Wirkung oder Nutzung des neuen Produkts zeigen, werden GIFs erstellt.
  5. Ein Produktexperte beantwortet Fragen live per Stream auf Instagram oder YouTube.

Emplifi-Zitat: Vielfältige Videoinhalte halten die Aufmerksamkeit des Publikums und die Unterhaltung aufrecht

Was sind die besten Quellen für Social-Media-Videoinhalte?

Zu jeder wirksamen Social-Media-Videostrategie gehört die Frage, wie die Inhalte für den Plan beschafft werden. Diese Videoarten helfen, die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu gewinnen, und bei sorgfältiger Planung sind sie voraussichtlich auch für andere Touchpoints entlang der Customer Journey wertvoll:

Kundenfallstudien und Testimonials

Kunden zu Wort kommen zu lassen, ist ein verlässlicher Weg, Social-Media-Videos um eine authentische Content-Quelle zu ergänzen. Ob als Interview oder mit der Geschichte des Kunden in eigenen Worten: Video vermittelt wirkungsvoll, was ein statisches, textbasiertes Zitat nicht vollständig transportieren kann.

Mit Video lassen sich Emotionen und Wirkung besser vermitteln. Kundengeschichten in den Mix aufzunehmen, ist daher ein grundlegendes Element jedes Plans. Solche Videos sind in ihrer ursprünglichen Form oder nach einem schnellen Schnitt vermutlich genauso nützlich für Website, Vertrieb oder Customer-Success-Teams.

Vielleicht stellt das Social-Media-Video die Geschichte des Kunden in den Mittelpunkt, während die Testimonial-Version eine begeisterte Empfehlung betont. In jedem Fall ist jemand, der ein Loblied auf die Marke singt, auf jedem Kanal wertvoll.

Erklärvideos

Das sind informative Videos, die ein Produkt, eine Dienstleistung oder ein Konzept ansprechend und leicht verständlich erklären. Sie sind oft animiert und lassen sich auf verschiedenen Social-Media-Plattformen einsetzen.

Ihre Erstellung, insbesondere mit einem Videoproduktionstool, kann schnell und effizient sein, und die Wirkung ist oft beträchtlich. Eine Studie aus dem Jahr 2020 ergab, dass 84 % der Verbraucher sich von einem Erklärvideo überzeugen ließen, ein Produkt oder eine Dienstleistung zu kaufen.

Soll Thought-Leadership also leichter verdaulich werden oder ist eine kostengünstige Videolösung gefragt, können Erklärvideos den sozialen und digitalen Kanälen als interaktive Form der Botschaftsvermittlung zugutekommen.

Influencer-Videos

Influencer sind ein starker Hebel, um Zielgruppen anzusprechen oder zu konvertieren. Entscheidend ist, einen Influencer zu finden, der zu der Marke und ihrem Stil passt. Wer auch immer ausgewählt wird, wird zu einer Quelle von Videoinhalten für die Marke.

Das kann so einfach sein wie das erneute Posten oder Teilen eines von einem Influencer erstellten Videos oder, heute häufiger, die gemeinsame Produktion einer Serie, um neue Zielgruppen mit der Marke bekannt zu machen und das Engagement mit einer Stimme zu stärken, der diese Gruppen bereits vertrauen. Ob das Video der Markenbekanntheit dient oder eine Empfehlung ist: Influencer-Marketing kann viele Marketingaktivitäten unterstützen, und eine Influencer-Management-Plattform kann den gesamten Prozess vereinfachen.

Instagram-Influencer-Posts nach Followerzahl: Videos liegen in allen Größenklassen vorn

Laut einer Emplifi-Studie nutzen Influencer Video häufiger als andere Content-Arten, insbesondere auf Instagram. Auch Marken und Prominente teilen immer mehr Reels: Laut dem Emplifi-Report zum Influencer-Marketing 2023 stieg die Nutzung um 241 % bei Marken und Prominenten. Jede Influencer-Partnerschaft dürfte also wirkungsvolle Videoinhalte für einen Touchpoint der Strategie liefern.

Livestream-Events

Diese Quelle unterscheidet sich nur geringfügig vom Live-Video, da es sich meist um ein größeres Vorhaben handelt, etwa ein Livestream-Shopping-Event. Live-Video ist eine Funktion sozialer Kanäle wie Instagram und YouTube, während ein Livestream-Event auf einem E-Commerce-Kanal stattfinden kann, um rund um einen wichtigen Termin wie den Black Friday eine Reihe von Produkten hervorzuheben. Wenn eine Marke solche Aktionen nutzt, ist die Wiederverwendung dieser Inhalte ein Selbstläufer.

Produktvideos

Bei der Planung der Social-Media-Aktivitäten darf eines der wichtigsten Ziele der Inhalte nicht fehlen: zeigen, was das Unternehmen tut. Für ein Softwareunternehmen kann das so einfach sein wie eine Serie, die die eigenen Produkte und deren Funktionen vorstellt.

Bei Dienstleistern gibt es naturgemäß Überschneidungen mit Kundenfallstudien. Entscheidend ist, was beim Kernangebot oder Anwendungsfall hervorgehoben werden soll. Videos sind dafür ganz natürlich ein gutes Mittel, um es in Aktion zu zeigen.

User-Generated Content (UGC)

Dazu gehören Videos, die Kunden oder Fans erstellen und in denen sie ihre Erfahrungen mit einer Marke oder einem Produkt zeigen. UGC kann ein starkes Werkzeug für Authentizität und Community-Aufbau sein, und er kann sich auf das Geschäftsergebnis auswirken.

Ein weiterer offensichtlicher Vorteil: Er hilft, die Content-Geschwindigkeit zu erhöhen. UGC kann zu einem eigenen Plan mit eigenen Anforderungen werden und bietet Marken unter anderem die Möglichkeit, shoppable Beispiele ihrer Produkte in den Händen der Verbraucher zu zeigen. Außerdem wollen Käufer Produkte in Aktion sehen, bevor sie sie kaufen. So kann videobasierter UGC Kunden und Interessenten weit über die sozialen Kanäle hinaus dienen.

Webinare und Video-Podcasts

Längere Videoinhalte, die ausführliche Informationen, Schulungen oder Lernmaterial vermitteln. Sie können vorab aufgezeichnet oder live gestreamt werden und je nach Zielgruppe auch als videobasierte Podcasts umgesetzt werden.

Gleich in welcher Form ein Webinar stattfindet, es ist eine wertvolle Quelle für Rohmaterial, das sich auf alle sozialen Kanäle übertragen oder zu Zusammenfassungen, Trendbeiträgen oder einfach interessanten Clips verarbeiten lässt.

In 5 Schritten zur Social-Media-Videostrategie

Eine Social-Media-Videostrategie umfasst mehr als nur Ressourcenverteilung und Performance, doch es ist sinnvoll, diese Aspekte bei der Entwicklung des Plans in den Entscheidungsprozess einzubeziehen.

Bevor es an die Ausarbeitung geht, sollte zuerst eine Social-Media-Strategie stehen und idealerweise klar sein, wer die Zielgruppe bzw. die Buyer Persona für die Produkte und Dienstleistungen der Marke ist.

1. Alle verfügbaren Informationen sammeln, um die Zielgruppe zu definieren.

Die übergeordnete Social-Media-Strategie sollte einige der wichtigsten Entscheidungen bei der Integration von Video vorgeben. Hier einige Beispiele:

  • Wer ist unsere Zielgruppe?
  • Welche Social-Media-Kanäle nutzt unsere Zielgruppe?
  • Dienen diese Kanäle der Markenbekanntheit, der Nachfragegenerierung oder dem Kundensupport?
  • Investieren wir auf bestimmten sozialen Kanälen in Paid Social oder digitale Werbung?

Sobald diese Informationen vorliegen, kann es losgehen. So kann dieser Plan andere Marketingstrategien zum Leben erwecken, wenn er in die Social-Media-Videostrategie übertragen wird.

2. Ziele festlegen, also die Aktionen, die die Zielgruppe ausführen soll

Steht fest, wer erreicht werden soll, sind Videoinhalte ein hervorragendes Mittel, um diese Zielgruppe zum Handeln zu bewegen. Am Anfang der Videostrategie stehen daher die Ziele für die Zielgruppe, denen dann die Aktion zugeordnet wird, die das Video unterstützen kann. Hier einige Beispiele:

Tabelle mit fünf Phasen der Customer Journey und den zugehörigen Zielen und Social-Video-Taktiken

Ob eine bestimmte Videoart Kunden zu Engagement oder Conversion bewegt, lässt sich nicht im Voraus wissen. Das gewünschte Ergebnis lässt sich aber mit Videoinhalten strukturieren, die diese Aktion in der Regel unterstützen, und dann testen und nachbessern, wenn es nicht funktioniert. Das Ziel ändert sich nicht, die Taktiken können sich jedoch schnell und einfach anpassen, wenn der Plan entsprechend aufgebaut ist.

3. Die verfügbaren Ressourcen für die Videoproduktion organisieren

Steht fest, was die Zielgruppe im Idealfall tun soll, geht es nun um den Auslöser für diese Aktion. Hier gilt es, mit den verfügbaren Ressourcen zu arbeiten und daraus abzuleiten, welche Arten von Videoinhalten sich produzieren lassen. Diese Fragen sollten beantwortet sein:

  • Wie beschaffen wir Videos? Budget, Prozess und Ressourcen müssen feststehen, um Videos in großem Umfang zu erstellen. Das kann so einfach sein wie ein kleines, dediziertes Team oder der Einsatz einer Lösung für Influencer-Marketing oder UGC. Video ist ein visuelles Medium, und zwar eines, das sich bewegt. Es braucht eine Möglichkeit, Videodateien über Interviews, Stock-Material oder Produktbilder zu beschaffen.
  • Wie produzieren wir Videos? Dafür kann eine Analyse von Kompetenzen und Marketingtechnologie nötig sein. Viele soziale Videokanäle (etwa TikTok) bieten hilfreiche Funktionen zur Videobearbeitung, doch diese sind nicht unbedingt für große Volumen geeignet. Im Zweifel bieten sich Videos wie UGC an, die keine Bearbeitung erfordern, oder eine Videoproduktionsplattform, wenn das Team noch nicht über ausgereifte Abläufe verfügt.

4. Die Aktivierung entlang der Kanalstrategie optimieren

Kurz gesagt: Ist ein Video erst einmal erstellt, ist es wahrscheinlich auch für andere Touchpoints und Kanäle entlang der Customer Journey wertvoll. Es lohnt sich also zu überlegen, wie jedes einzelne Video wiederverwendet oder neu genutzt werden kann, um einen weiteren Bedarf zu decken, und effizient mit den Ressourcen umzugehen. Eine Umsetzung sollte nicht als isoliertes Querformat-Video gedacht werden, wenn sich eine Querformat-Version sehr wahrscheinlich auf einem anderen sozialen Kanal nutzen ließe.

Tabelle mit Videoempfehlungen für Facebook, Instagram, Snapchat, TikTok, YouTube, Websites und E-Commerce

Hier hilft eine Social-Media-Engagement-Lösung auf Enterprise-Niveau, mit der sich Inhalte über Marken-, Digital- und E-Commerce-Kanäle hinweg teilen lassen. Die eigenen Kanäle sind an diesem Punkt wahrscheinlich bereits bekannt, doch so gelingt die Erstellung und Aktivierung optimierter Inhalte:

5. Eine einheitliche Social-Media-Analytics-Software einführen, um Performance und Weiterentwicklung zu steuern

Jetzt ist es Zeit herauszufinden, ob all das funktioniert, und offen für Veränderungen zu sein. Es braucht einfache Wege, um Inhalte über soziale Kanäle auszuspielen und über einheitliche Dashboards zu messen, die die Performance an jedem einzelnen Touchpoint zeigen.

Ja, zu bewerten sind Dinge wie Social-Media-Engagement, Aufrufe, Anzahl der Aufrufe und die Frage, ob die Zielgruppe das ganze Video angesehen hat. Je besser sich Social-Media-Videos analysieren lassen, insbesondere im Vergleich zu Wettbewerbs-Benchmarks, desto besser lässt sich planen. Bei der Messung der Videoperformance spielen mehrere Faktoren eine Rolle, doch diese verdienen besondere Aufmerksamkeit:

  • Teilt die Zielgruppe das Video?
  • Kommentiert die Zielgruppe das Video?
  • Sieht die Zielgruppe mehr als die ersten 15 Sekunden?
  • Welcher Anteil der Zielgruppe sieht das ganze Video?

Diese Indikatoren helfen zu erkennen, was funktioniert, und organische Social-Media-Inhalte in bezahlte zu überführen, wenn sie gut funktionieren. Diese Arbeit kann alle Kampagnen oder bezahlten Aktivitäten verstärken, weil die Messungen sie bereits bestätigt haben.

So entstehen ansprechende Social-Video-Inhalte

Sobald der Plan steht, geht es an die eigentliche Produktion. Was entsteht und wie, hängt von den besprochenen Schritten ab, also von Kanal, Videoart und verfügbaren Ressourcen. Am wichtigsten ist jedoch, Inhalte zu schaffen, die bei der Zielgruppe ankommen. Verdient das Ergebnis ihre Aufmerksamkeit?

Videos sollten nicht nur die Persönlichkeit der Marke widerspiegeln, sondern auch die Interessen und Bedürfnisse der Zielgruppe ansprechen. Hier einige Denkanstöße vor dem Start:

  1. Authentisch bleiben: Zielgruppen schätzen Authentizität. Echte Geschichten, Blicke hinter die Kulissen und echte Kundenerfahrungen teilen.
  2. Auf Qualität achten: Hochwertige Bilder und guter Ton machen Inhalte ansprechender und professioneller, auch wenn dafür weniger Videos entstehen. Jeder Produktion durch Bearbeitung und hochwertige Schnitte mehr Wirkung verleihen, statt schlecht beschaffte Inhalte zu erstellen.
  3. Call-to-Action: Immer einen klaren Call-to-Action einfügen, der Zuschauern sagt, was sie als Nächstes tun sollen. Ein Video soll eine Zielgruppe zu einer Handlung bewegen. Also einfach klar sagen, welche das ist.
  4. Experimentieren: Keine Scheu vor Neuem. Bei Video kann es hilfreich sein, einen Partner wie einen Influencer oder UGC an der Seite zu haben, damit das Erlebnis besser zur Zielgruppe passt.

Der Einstieg in Social-Video-Inhalte

Videoinhalte gehören zu den übergeordneten Marketingstrategien. Unabhängig von der Umsetzung kann ein Video auf Social Media eine Journey für jemanden aus der gewünschten Zielgruppe beginnen oder fortsetzen.

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