Selbst der Instagram-Chef war lange dagegen. Wenige Tage vor Halloween hat Adam Mosseri Long-Form-Creatorn eine süße Überraschung beschert: Er hat angekündigt, dass die Plattform jetzt „voll darauf setzt“. Für Marken heißt das: Video braucht im Instagram-Plan für 2027 noch mehr Raum.
Instagram hat gerade genau das getan, was der eigene Chef nie tun wollte.
„Lange Zeit war ich dagegen, Long-Form-Video auf Instagram anzubieten.“ Mit diesen Worten eröffnete Instagram-Chef Adam Mosseri am 26. Oktober 2026 sein Video mit Tessa Lyons, VP of Product bei Instagram. Wenige Sekunden später folgte die Kehrtwende: „Wir werden jetzt tatsächlich voll darauf setzen.“
Die beiden haben die Ankündigung selbst als Long-Form-Video aufgenommen. Es dauert rund sechseinhalb Minuten.
Instagram wird längere Videos neben Instagram Reels unterstützen, „sowohl in der mobilen App als auch in der TV-App“, sagte Mosseri.
Einige Funktionen „werden ab diesem Monat ausgerollt“, sagte er, und sie erreichen „mit der Zeit immer mehr Menschen und immer mehr Funktionen“.
Lyons brachte es auf den Punkt: „Wir beginnen mit Tests.“
Alles auf einmal ist nicht zu erwarten. Laut Mosseri wird die TV-Seite „einige Zeit brauchen, bis sie richtig funktioniert“, und er nannte das Projekt „eine lange gemeinsame Reise“.
Für Lyons schließt sich damit ein Kreis. Sie war beim Start von Reels Product Lead und arbeitete eng mit Mosseri an den Kurzvideos von Instagram. Jetzt arbeitet sie an dem, was sie „den Anfang unserer Reise mit Long-Form-Video“ nannte.
Diese horizontalen Long-Form-Videos mit dem Namen „Features“ dürfen in der Testphase bis zu 90 Minuten lang sein. Laut Variety begann die Testphase mit einer Gruppe von Creatorn in Brasilien und wurde am 26. Oktober auf ausgewählte Creator in den USA ausgeweitet. Der Publikation zufolge können bis zu acht Instagram Reels auf ein einzelnes Long-Form-Video im Format Feature verweisen.
Eine Live-Tour durch Emplifi Fuel, abgestimmt auf die eigenen Social-Media-Marketing-Ziele.
Instagram lebt davon, dass Menschen kurze Reels mit Freunden teilen. „Wir schicken uns ständig Reels per DM“, sagte Lyons.
Lange befürchtete Mosseri, dass lange Videos genau das schwächen. Eines seiner Anliegen war, dass es bei Instagram weiter darum geht, „sich mit Freunden zu verbinden“. Schaut man ein Video „10 oder 20 oder 30 Minuten“ lang, sagte er, „sind das viele Reels, Fotos und Karussells, die man vielleicht nicht an einen Freund geschickt hätte“. Das bedeutet „weniger Likes, weniger Weiterleitungen, weniger Nachrichten, weniger Verbindungen zwischen Freunden“.
Die Daten von Emplifi zeigen, wie groß die Rolle des Teilens für Markenaccounts bereits ist. In den Social-Media-Benchmarks Q3 2026 von Emplifi, die 77.038 Instagram-Profile von Marken weltweit abdecken, sind Shares nach Likes die zweithäufigste Interaktion bei Markenbeiträgen, und zwar in jedem Format. Die Shares im Verhältnis zu den erreichten Accounts stiegen weltweit im Jahresvergleich um 52 %.
Jetzt will Instagram beides. Mosseri beschrieb kurze und lange Videos als „symbiotisch“ und nannte Podcasts und Comedy-Specials als Beispiele. Die lange Version ist etwas, bei dem man sich „vielleicht zurücklehnen und es genießen möchte“, und die Clips sind „wirklich snackable“.
Lyons lieferte das kreative Argument. „Bei Instagram geht es vor allem darum, Menschen über Kreativität zu verbinden“, sagte sie. „Und Kreativität ist so viel mehr als nur Kurzvideos oder nur Karussell-Posts.“ Menschen kommen schon heute zusammen, um im Wohnzimmer Reels anzusehen, fügte sie hinzu, und um TV gut zu machen, „brauchen wir mehr als nur Kurzvideos“.
Die Clips leisten die Arbeit. Laut Lyons „produzieren“ viele Creator bereits „längere Videos“ und „nutzen Clips aus diesen Videos, um die Entdeckung auf Reels voranzutreiben und ihr Publikum aufzubauen“.
Angenommen, beim Scrollen durch Reels auf dem Smartphone taucht ein kurzer Clip auf, der gefällt. Am Abend wird Instagram auf dem Fernseher geöffnet. Weil Instagram weiß, dass dieser Reel angesehen wurde, könnte die App anbieten, die ganze Folge zu Ende zu schauen.
So stellt sich Instagram den Weg vor, und laut den Verantwortlichen ist in den Tests „bereits zu sehen“, dass Menschen lange Videos über Reels finden.
Wir würden die Planung deshalb am Clip ausrichten. Die meisten schicken einem Freund kein 40-minütiges Video. Ein 30-sekündiger Moment daraus lässt sich leicht verschicken, und genau dieser Moment führt zum ganzen Video.
Reels bleibt zentral. „Reels wird weiterhin ein zentraler Bestandteil von Instagram sein“, heißt es im Video, und längere Videos sind für Momente gedacht, in denen man „mit den Creatorn, die man liebt, tiefer einsteigen möchte“.
Lyons verwies auf Creator, die „episodische Inhalte“ erstellen, „bei denen mehrere Kurzvideos zu einer Serie aneinandergereiht werden“. Ihr Fazit: „Die sind großartig, und ich liebe sie.“
Sie wies auch darauf hin, dass Creator live gehen, und sagte, dass Instagram die Formate, die Creator bereits nutzen, „gut bedienen“ will. Und für alle, die zu Hause gemeinsam schauen, „arbeiten wir an einer TV-Version von Reels“.
Instagram entwickelt all das öffentlich. Das Team will Design-Reviews und Einblicke hinter die Kulissen seiner Video-Teams teilen, auch dazu, wie es Feedback von Creatorn sammelt. Mosseri und Lyons baten beide darum, Feedback in den Kommentaren zu hinterlassen.
Unterm Strich schafft Instagram Raum für längere, episodische und Live-Videos, auf dem Smartphone und auf dem Fernseher.
Seit Frühjahr 2026 arbeitet Instagram, wie Variety berichtet, mit ausgewählten Creatorn daran, episodische Reels an einem eigenen Ort im Profil zu bündeln, fast wie eine YouTube-Playlist. Tests laufen Berichten zufolge in den USA, in Mexiko und in Indien und sollen ausgeweitet werden.
Instagram ist jetzt auf Apple TV verfügbar, schreibt The Desk. Das Medium hatte bereits über die früheren IG-Apps von Meta für Google TV, Amazon Fire TV und Samsung-Geräte berichtet.
Die Instagram-Verantwortlichen haben sechseinhalb Minuten vor der Kamera erklärt, warum sie mehr in Video investieren, auf dem Smartphone und auf dem Fernseher.
Sogar Instagram Lives bekommen ein Update. Laut Variety werden sie bald nicht mehr nur Followern angezeigt: Ein breiteres Publikum kann Livestreams dann im Reels-Tab entdecken.
Video muss 2027 Teil der Instagram-Strategie sein.
Wir haben die Tools, die beim Skalieren helfen. Emplifi Unified Analytics, die Social-Media-Analytics-Software von Emplifi, zeigt die Instagram-Performance und alle anderen verbundenen Netzwerke auf einem Bildschirm, so wird sichtbar, welche Clips Shares erzielen. Fuel AI, der in Emplifi Fuel integrierte Agentic-Intelligence-Layer, lässt sich in natürlicher Sprache zur Performance befragen und liefert ein Diagramm samt Zusammenfassung. Mit Emplifi Publisher lassen sich ein langes Video und seine Clips als eine Kampagne planen.
Am 26. Oktober 2026 sagte Instagram-Chef Adam Mosseri, dass Instagram „voll darauf setzt“, nachdem er lange gegen Long-Form-Video auf Instagram war. In einem Video mit Tessa Lyons, VP of Product, beschrieb er längere Videos, die auf dem Smartphone und in der TV-App von Instagram mit Reels zusammenwirken. Änderungen wie diese lassen sich im Überblick über Social-Media-Updates von Emplifi verfolgen.
Nein. Im Ankündigungsvideo sagten die Instagram-Verantwortlichen: „Reels wird weiterhin ein zentraler Bestandteil von Instagram sein.“ Kurze und lange Videos sollen zusammenwirken, wobei Reels-Clips zu längeren Videos führen. Mehr zu den Grundlagen von Instagram Reels.
Laut Mosseri werden einige Funktionen ab Oktober 2026 ausgerollt und erreichen mit der Zeit mehr Menschen, mit mehr Funktionen. Lyons sagte, dass Instagram „mit Tests beginnt“, der Zugang kommt also schrittweise. Die monatlichen Neuerungen lassen sich in den Social-Media-Updates 2026 von Emplifi verfolgen.
Vor allem über Reels. Die Instagram-Verantwortlichen beschrieben, wie jemand auf dem Smartphone einen Clip in Reels findet, später Instagram auf dem Fernseher öffnet und angeboten bekommt, das ganze Video zu Ende zu schauen. Für die übergreifende Planung hilft der Emplifi-Leitfaden zu Instagram-Marketing-Strategien.
Laut Lyons erzählen Creator bereits Geschichten in Serien und längeren Videos, und Menschen schauen Reels gemeinsam auf dem Fernseher. Mosseri hatte befürchtet, dass langes Schauen weniger Weiterleitungen und Verbindungen zwischen Freunden bedeutet, deshalb sollen kurze und lange Videos zusammenwirken. Mehr dazu, wie eine Influencer-Marketing-Plattform Creator-Partnerschaften unterstützt.
Jedes lange Video, etwa ein Webinar oder ein Kundeninterview, gemeinsam mit den Reels planen, die darauf verweisen. Reels im Zentrum des Redaktionsplans halten. Eine Social-Media-Publishing-Software hilft, das lange Video und seine Clips als eine Kampagne zu planen.
Eine von Mosseris Sorgen bei langen Videos sind weniger Weiterleitungen und Verbindungen zwischen Freunden. Shares sind bei Instagram-Beiträgen von Marken schon jetzt nach Likes die zweithäufigste Interaktion, und die Shares im Verhältnis zu den erreichten Accounts stiegen laut den Social-Media-Benchmarks Q3 2026 von Emplifi weltweit im Jahresvergleich um 52 %. Deshalb würden wir jeden Clip so schreiben, dass er geteilt wird.