In den letzten Jahren haben CMOs und andere Marketingverantwortliche einen wachsenden Anteil ihrer Budgets in Social-Media-Marketing investiert. Von 2019 bis 2024 stieg der Anteil von Social Media an den gesamten Ausgaben für digitale Werbung um fast 24 %.
Je mehr Budget Marketer in Social Media investieren, desto größer wird der Druck, einen messbaren ROI zu liefern. Raten ist keine akzeptable Strategie mehr (falls es das je war). Damit Budgets genehmigt werden, müssen Marketer ihre Fähigkeiten in Social-Media-Budgetierung und Analytics ausbauen.
Dieser Leitfaden ist eine Blaupause für das Social-Media-Budget, von der Planung und Aufteilung bis zur Begründung der Ausgaben. Er zeigt, wie sich das Social-Media-Budget direkt mit Geschäftsergebnissen verknüpfen, die finanzielle Wirkung belegen und Zustimmung für das Budget gewinnen lässt. Los geht’s.
Ein Social-Media-Budget ist ein Dokument, das festlegt, wie viel in einem bestimmten Zeitraum (meist einem Geschäftsjahr) für Social Media ausgegeben werden soll. Die Grundlage dieses Budgets sind die Geschäftsziele, die mit den Social-Media-Aktivitäten erreicht werden sollen, etwa Kundengewinnung, Kundenbindung, Pipeline-Wachstum und Umsatzwachstum.
Um die Zustimmung der Geschäftsleitung zu gewinnen, muss jedes Social-Media-Ziel (und jede Budgetposition) auf ein konkretes Geschäftsergebnis einzahlen. Will ein B2C-Unternehmen zum Beispiel den Online-Umsatz um 1 Million US-Dollar steigern, sollte sich die Social-Strategie auf shoppable Posts und andere Social-Commerce-Taktiken konzentrieren. Ist Kundenbindung das Hauptziel, haben Community Management, Social Customer Service und Engagement-Initiativen Vorrang.
Sind die Social-Media-Ziele SMART, fällt es später viel leichter, den ROI nachzuweisen.
Spezifisch: Sie zielen auf ein klares Ergebnis, idealerweise eines, das direkt mit Geschäftsergebnissen verknüpft ist, etwa „qualifizierte Leads um 15 % steigern“.
Messbar: Sie nutzen nachverfolgbare KPIs, die idealerweise eine direkte finanzielle Wirkung zeigen.
Erreichbar: Sie passen zur aktuellen Leistungsfähigkeit und zu den Tools des Marketingteams.
Relevant: Sie unterstützen übergeordnete Ziele wie Umsatz, Kundenbindung und Marktanteil.
Terminiert: Sie haben ein Enddatum, zum Beispiel „qualifizierte Leads bis Ende 2026 um 15 % steigern“.
Der übliche Ansatz zur Berechnung eines Social-Media-Budgets besteht darin, einen festen Prozentsatz des gesamten Marketingbudgets einzuplanen, in der Regel 10-25 %.
Diese Benchmarks können als Orientierung dienen:
So funktioniert die Berechnung:
Social-Media-Budget = Marketingbudget × Social-Media-Anteil in %

Das Social-Media-Marketingbudget sollte mehr abdecken als nur bezahlte Anzeigen. Es sollte alle Kosten für die Erstellung organischer und bezahlter Inhalte enthalten. Sehen wir uns die Kategorien an, die dazugehören.
Die Kosten für das Social-Media-Team sollten genau berechnet sein, sonst muss womöglich bei anderen Bereichen des Social-Media-Budgets gespart werden, um die Gehälter zu zahlen. Sollen neue Social Media Manager eingestellt oder bestehende Marketer weitergebildet werden, gehören deren Gehälter und Schulungskosten ins Budget. Ebenso Kosten für Recruiting und Onboarding.
Ohne Content-Erstellung kommt eine Social-Media-Strategie nicht weit, und sie macht wahrscheinlich einen großen Teil des Budgets aus. Je individueller und hochwertiger die Social-Inhalte sind, desto höher fallen diese Kosten aus.
Diese Positionen rund um die Content-Erstellung gehören dazu:
Social-Media-Anzeigen bringen Menschen in den Sales Funnel. Sie sind besonders wichtig für Marken, die noch keine organische Fangemeinde haben. Ohne Paid-Budget erzielen die Social-Inhalte, in die das Team viel Arbeit steckt, dann wahrscheinlich wenig Engagement (anders gesagt: Funkstille). Steht eine Marke noch am Anfang, lohnt es sich, die stärksten Posts zu bewerben, damit sie die nötige Sichtbarkeit erhalten.
Social-Media-Tools können über den Erfolg von Kampagnen entscheiden. Ihre Kosten gehören ins Budget, meist in Form monatlicher oder jährlicher Abonnementgebühren. Eine KI-gestützte Social-Media-Marketing-Plattform ist für Marketingteams jeder Größe ein Muss. Je mehr Funktionen sie bietet, desto weniger Zusatztools braucht es in diesem Teil des Budgets.
Diese Kategorien sind zu berücksichtigen, falls sie nicht bereits in der Hauptplattform enthalten sind:
Influencer-Kampagnen sind ein wichtiger Kostenblock für Marken, die ihre Reichweite ausbauen und authentisches Engagement erzielen wollen. Gut geplant können diese Kampagnen die Engagement-Rate erhöhen, den durchschnittlichen Bestellwert steigern und die Conversions deutlich erhöhen, indem sie auf Influencer setzen, die bei der Zielgruppe ankommen.
Zum Budget für Influencer-Marketing gehören Kosten wie Honorare für Influencer-Partnerschaften, Produktgeschenke und das Management von Influencer-Kampagnen.
Social Customer Care sollte ein eigener Kostenblock im Social-Media-Budget sein, denn Kunden erwarten zunehmend schnellen, einfühlsamen Support auf sozialen Kanälen.
Dazu gehören Kosten für Social-Customer-Care-Software, Teamschulungen, Tools zur Workflow-Automatisierung und oft spezialisiertes Supportpersonal. Diese Investitionen können die durchschnittliche Bearbeitungszeit deutlich senken und die Lösungsquoten erhöhen. Das stärkt die Markentreue und sorgt für die schnelle CX, die Kunden heute erwarten.
Die meisten Marketingteams brauchen zumindest etwas externe Unterstützung, um Social-Media-Strategien erfolgreich umzusetzen. Agenturen und Freelancer sind oft auf ein bestimmtes Fachgebiet im Social-Bereich spezialisiert. So lassen sich neue Content-Formate oder neue Plattformen erschließen.
Um zu ermitteln, wie viel Budget für Agenturen und Freelancer nötig ist, zuerst die Fähigkeiten des internen Teams bewerten und prüfen, wo es an Kompetenzen oder Spielraum fehlt. Dann nach Agenturen und Auftragnehmern suchen, die genau diese Lücken schließen, und Preise anfragen. Alternativ helfen Preisübersichten, etwa eine beliebte Honorardatenbank der Editorial Freelancers Association.
Zwei bewährte Modelle für die Aufteilung eines Social-Media-Budgets: von den Zielen ausgehen und die 70/20/10-Regel anwenden.

Das Social-Media-Budget anhand der Ziele aufteilen.
Die 70/20/10-Regel ist ein Framework zur Aufteilung des Social-Media-Budgets, das sowohl kurzfristige Ergebnisse als auch langfristiges Wachstum maximiert. Das Modell teilt das Budget in drei strategische Kategorien:
Die 70/20/10-Regel schafft die Balance zwischen dem Ausbau dessen, was bereits funktioniert, und einem Vorsprung durch ständige Innovation im Kleinen.
Um die besten Social-Media-Kanäle für die eigene Marke zu priorisieren, zunächst die vorhandenen Zielgruppendaten analysieren und dabei plattformübergreifend sowohl quantitative Kennzahlen als auch qualitative Insights betrachten.
Bei der Analyse der Zielgruppendaten zählen vor allem diese Kennzahlen, um die richtigen Plattformen zu priorisieren:
Die im vorherigen Abschnitt beschriebene 70/20/10-Regel hilft dann bei der Aufteilung. Das richtige Analytics-Tool zeigt außerdem, wo der Fokus liegen sollte. Ideal ist eine Plattform, die Daten aller sozialen Kanäle in einem zentralen Hub bündelt und Engagement, Reichweite und Zielgruppendemografie verfolgt.
Die organische Reichweite auf sozialen Kanälen sinkt weiter, weil die Plattformen gesättigt sind und sich die Algorithmen ständig ändern. Selbst brillante Inhalte brauchen oft etwas bezahlte Unterstützung, um sich durchzusetzen.
Ein Teil des Budgets (mindestens 20 %) sollte in bezahlte Distribution fließen, etwa in beworbene Posts, gesponserte Inhalte oder zielgerichtete Anzeigen. So erreichen die Kernbotschaften die richtigen Menschen und erzielen die gewünschten Ergebnisse, von der Bekanntheit bis zur Conversion. Sich allein auf organische Reichweite zu verlassen, reicht nicht mehr aus.
Wer Social-Media-Ausgaben in messbare Geschäftsergebnisse übersetzt, gewinnt die Zustimmung der Geschäftsleitung. Sehen wir uns einige Methoden dafür an.
Die CAC ergeben sich, wenn die gesamten Ausgaben für Anzeigen und Kampagnen durch die Zahl der Neukunden geteilt werden, die über soziale Kanäle gewonnen werden sollen.
So lassen sich klare Ziele festlegen: „Wir investieren X $, um einen Kunden zu gewinnen, und unsere Daten zeigen, dass soziale Kanäle diese Kundengewinnung für Y $ liefern.“ Wer Conversions bis zur Quelle zurückverfolgen kann, ermöglicht der Geschäftsleitung Budgetentscheidungen auf Basis echter Performance statt aus dem Bauch heraus.
Über die Kundengewinnung hinaus ist es entscheidend, die anhaltende, wertvolle Wirkung von Social-Media-Engagement und Kundenbindung zu verfolgen. Zählen sollte nicht nur der erste Verkauf, sondern auch der Customer Lifetime Value (CLV), den Social Media fördert. Der echte ROI zeigt sich, wenn Social-Aktivitäten (von Engagement und Weiterempfehlung bis zu Wiederkäufen und Markentreue) über die Zeit mit greifbaren finanziellen Ergebnissen verknüpft werden. Wer langfristige Kennzahlen priorisiert, schafft überzeugende Argumente für nachhaltige Investitionen in Social Media als strategischen Wachstumsmotor.

Budgetabstimmung erfordert robuste, einheitliche Analytics statt isolierter Daten, die nur fragmentierte Insights liefern. Um Umsätze und Leads genau ihrem ursprünglichen Social-Media-Touchpoint zuzuordnen, braucht es integriertes Reporting, das alle Kampagnen-, Engagement- und Conversion-Daten zusammenführt.
Leistungsstarke All-in-one-Social-Media-Analytics-Plattformen wie die von Emplifi machen es mühelos, klare, umsetzbare Dashboards zu präsentieren und Social-Aktivitäten direkt mit Pipeline und Umsatz zu verknüpfen. Diese Klarheit hilft Marketingverantwortlichen, Ausgaben zu begründen, Budgetvorschläge zu verteidigen und Investitionen auf die Bereiche mit der größten Wirkung zu konzentrieren.
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Die meisten Unternehmen planen 10 bis 25 % ihres gesamten Marketingbudgets für Social Media ein. Zur Berechnung wird das gesamte Marketingbudget mit dem gewählten Prozentsatz multipliziert und an die eigenen Ziele und Branchen-Benchmarks (B2B oder B2C) angepasst.
Bewährt hat sich die 70/20/10-Regel: 70 % für bewährte Strategien, 20 % für vielversprechende Wachstumsbereiche und 10 % für experimentelle Ideen. Diese Balance sichert den Erfolg und lässt gleichzeitig Raum für innovative Chancen.
Das Budget sollte mehr als Anzeigen abdecken: Es sollte Content-Produktion, interne Mitarbeitende, Social-Media-Analytics-Tools, Influencer-Kampagnen und Kundenservice umfassen. So sind die Social-Media-Aktivitäten gut aufgestellt und skalierbar.
Entscheidend ist, die Ausgaben direkt mit Geschäftsergebnissen zu verknüpfen, und zwar mit Kennzahlen wie Kundenakquisitionskosten (CAC) und Customer Lifetime Value (CLV). Einheitliche Analytics-Plattformen helfen, die Social-Media-Performance mit dem Umsatz zu verknüpfen und greifbare Wirkung nachzuweisen.
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